Fragen & Antworten

Fragen zum PSZ

Am 10. Juni 2018 sagten 60.6 Prozent der Schaffhauser Bevölkerung Ja zum Neubau des Polizei- und Sicherheitszentrums (PSZ). Die Volksabstimmung beinhaltete drei zusammenhängende Elemente, zwei Kreditbeschlüsse und ein städtebauliches Thema: Den Neubau des Polizei- und Sicherheitszentrums in Herblingen (Kredit), den Neubau des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes (Kredit) gegenüber dem PSZ und die städtebauliche Entwicklung des Klosterviertels in der Schaffhauser Altstadt nach dem Auszug der Polizei, der Staatsanwaltschaft, des Gefängnisses sowie des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes. Das Polizei- und Sicherheitszentrum ist somit Teil eines Gesamtprojekts.

Ein weiteres bereits vor der Volksabstimmung beschlossenes Element dieses Gesamtprojekts ist die bereits gemeinsam mit dem Grenzwachtkorps auf dem Areal des PSZ realisierte unterirdische Trainings- und Schiessanlage.

In Herblingen wird das neue Polizei- und Sicherheitsgebäude (PSZ) gebaut. Das PSZ beinhaltet den Gefängnisneubau, den Bürohochbau für Polizei und Staatsanwaltschaft, ein diese beiden Bauten verbindendes Untergeschoss, ein oberirdisches Parkhaus und die Integration der bereits realisierten unterirdischen Trainings- und Schiessanlage in den Gesamtkomplex.

Die bisherigen Räumlichkeiten im Klosterviertel der Schaffhauser Altstadt genügen heutigen Ansprüchen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Justizvollzug schon lange nicht mehr, was Räumlichkeiten, Sicherheit und Zusammenarbeit angeht. Mit dem Umzug dieser Abteilungen an einen gemeinsamen Standort wird die Zusammenarbeit verbessert und zugleich wird in der Altstadt wertvoller Platz für eine städtebauliche Entwicklung frei.

Ziel des Polizei- und Sicherheitszentrums ist es, räumliche und technische Rahmenbedingungen zu schaffen, die es der Schaffhauser Polizei, der Staatsanwaltschaft und dem Kantonalen Gefängnis erlauben, ihre Effizienz weiter zu verbessern, Reibungsverluste in den übergreifenden Abläufen auf ein Minimum zu reduzieren und die Sicherheit des Personals und der Öffentlichkeit zu erhöhen. Bei der Schaffhauser Polizei ist keine vollständige Zentralisierung geplant. In der Schaffhauser Altstadt bleibt ein Stadtposten bestehen. Auch die Polizeistationen in Neuhausen am Rheinfall, Beringen, Thayngen und Stein am Rhein bestehen weiter.

Beim Gefängnis sind zwei oberirdische Stockwerke geplant.

Beim oberirdischen Parkhaus sind vier Halbetagen geplant.

Der Bürohochbau wurde zu Beginn mit einem Erdgeschoss und fünf Obergeschossen, d.h. sechs Stockwerken geplant. Im November 2024 genehmigten die Stimmberechtigten in einer Volksabstimmung den Kredit für ein zusätzliches 7. Stockwerk. Dieses wurde in der Folge eingeplant.

Die Schaffhauser Polizei wurde wie die Staatsanwaltschaft und die Gefängnisdirektion bereits in die Testplanung miteinbezogen, die Grundlage der Volksabstimmung vom 10. Juni 2018 war. An der darauffolgenden Detailplanung waren weiterhin Vertreter aller Nutzer, darunter ein Expertenteam der Polizeibeamten sowie Fachleute des kantonalen Gefängnisses und der Staatsanwaltschaft beteiligt.

Dem PSZ wurde die Zertifizierung für den Minergie-P Standard zugesichert. Minergie-P bezeichnet Niedrigstenergie-Bauten und genügt maximalen Ansprüchen an Qualität, Komfort und Energie. Insbesondere dank einer herausragenden Gebäudehülle zusätzlich wird, wo vertretbar, Recyclingbeton eingesetzt.

Fragen zu den Kosten

Das bewilligte Budget von 100.35 Millionen Franken ist teuerungsabhängig. Neue Energierichtlinien schreiben vor, dass die Gebäude im Minergie-P-Standard erstellt werden müssen, was Mehrkosten von rund fünf Millionen Franken zur Folge hat. Zudem sind die Kosten für Baumaterialien gestiegen. Der Baupreisindex ist seit April 2016 (99 %), als die Kostenschätzung für die Volksabstimmung ermittelt wurde, um fast 20 % auf 118,5 % (April 2025) angestiegen. Dies verursacht zusätzliche Kosten von 19,18 Millionen Franken. Darüber hinaus hat der Regierungsrat für die Planung des 7. Stockwerks einen Exekutivkredit von 0.42 Millionen Franken bewilligt. Insgesamt steht somit ein Budget von 124.95 Millionen Franken für den Bau des PSZ zur Verfügung.

Das Bundesamt für Justiz (BJ) hat eine Vorschusszahlung von 6.4 Millionen Franken für den Bau des Gefängnisses bewilligt.

Ja, der Kanton verfügt über eine solide Finanzsituation. Aufgrund der Entwicklung der Bevölkerungszahlen und den Sicherheitsbedürfnissen sowie den steigenden Bundesvorgaben ist ein Verbleib im Klosterviertel der Stadt Schaffhausen nicht möglich. Deshalb muss der Kanton eine neue Infrastruktur zur Verfügung stellen. Alle Projektbeteiligten sehen sich in der Pflicht, ein optimales Kosten- / Nutzenverhältnis zu erreichen.

Eine verbindliche Zahl kann heute noch nicht genannt werden. Sicher ist, dass die Betriebskosten an einem Standort nach Minergie-Standard punkto Unterhalt und Energie zusammen mit den baulichen Optimierungen deutlich günstiger sind als bei verschiedenen Standorten in Altbauten. Hingegen werden die Kosten für die betriebliche Sicherheit bestimmt höher sein als bei den heutigen Liegenschaften.
Fragen zum Bau

Das Baudepartement ist zuständig für den Bau des Polizei- und Sicherheitszentrums.

In einem zweistufigen Wettbewerb wurde ein integrales Generalplanerteam gesucht. Gewonnen hat diese Ausschreibung steigerconcept AG aus Zürich. Zu ihrem Team gehören auch die beiden Schaffhauser Unternehmen HL-Technik AG, die für Planung der Haustechnik verantwortlich ist, und die magma AG für den Fachbereich der Geologie.

Der Totalunternehmer HRS Real Estate AG hat den Zuschlag für den Bau des Polizei- und Sicherheitszentrums erhalten. HRS Real Estate AG hat unter anderem das Polizei- und Justizzentrum Zürich (PJZ) realisiert und ist aktuell auch als Totalunternehmer an der Ausführung des Polizeizentrums Bern (PZB) beteiligt.

Ab dem Spatenstich im Januar 2026 bis zur Fertigstellung der Gebäude im Herbst 2028 dauert es rund zweieinhalb Jahre. Nach der Fertigstellung der betrieblichen Einrichtungen sollten die Gebäude anfangs 2029 bezugsbereit sein.
Fragen zur eingereichten Volksmotion

Im Mai 2023 wurde vom Schaffhauser Polizeibeamtenverband eine Motion zur Prüfung einer Erweiterung des Bürogebäudes PSZ um ein Stockwerk eingereicht.

Gemäss der Volksmotion soll eine langfristige Arbeitsplatzreserve realisiert werden. Die Motionäre begründen dies mit dem rasanten Bevölkerungswachstum im Kanton Schaffhausen und den damit steigenden Arbeitskapazitäten bei Polizei und Staatsanwaltschaft.

Die Volksmotion verlangte die Prüfung des Baus eines zusätzlichen Stockwerkes im Bürogebäude des Polizei- und Sicherheitszentrum.

Im November 2024 genehmigten die Stimmberechtigten in einer – durch die Volksmotion ausgelösten – Volksabstimmung den Kredit für ein zusätzliches 7. Stockwerk mit einem Ja-Anteil von 68.4 Prozent.

Weitere Informationen



Kanton Schaffhausen

Beckenstube 7
8200 Schaffhausen





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